Arbeit und Hobby kombinierbar?

August 4th 2015

Arbeit und Hobby – zwei Dinge, die sich irgendwie schwer miteinander vereinbaren lassen. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass ich absoluter Neuling im Berufsleben bin? Ich hab einige Jahre studiert, natürlich auch viele zeitraubende Dinge hinter mir, z.B. das Latinum, das ich innerhalb von zehn Wochen nachgeholt habe. Dennoch hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich viel Pause hatte und meinen Tag so gestalten konnte, wie ich wollte ;) Ich wünsche mir das Studentenleben aber definitiv nicht zurück… Warum? Weil das Leben nach dem Studium irgendwie total spannend ist. Man lernt neue Dinge kennen, schnuppert ins Arbeitsleben, lernt neue Menschen kennen. Aber man lernt auch neue Seiten an sich kennen. Fähigkeiten und Kompetenzen, bei denen man vielleicht vorher nicht dachte, dass man dazu fähig sei. Man lernt aber eben auch weniger gute Seiten kennen – was nicht heißen soll, dass ich meinen neuen Lebensabschnitt jetzt verfluchen möchte ;) Ich möchte auch nur einen kleinen (privaten) Einblick in meine derzeitige Situation geben…

Vor vier Wochen habe ich ein Praktikum in einer Redaktion angefangen. Ich habe das große Glück, dort als Nebeneinsteiger (so halb jedenfalls) eine Chance zu bekommen und mich auszuprobieren. Seit dem bin ich täglich dort, schreibe Meldungen und Geschichten, führe Interviews, mache Fotos, lese andere Texte und so weiter. Klingt nicht sehr anstrengend, ist es aber irgendwie trotzdem – so wie alle Jobs auf ihre Art und Weise anstrengend sind. Ich habe jedoch das Glück, dass es mir viel Spaß macht und ich gerne hingehe.
Wenn ich nicht gerade zu einem Interview unterwegs bin, sitze ich sehr viel am Rechner und muss sehr viel lesen und schreiben. Das führt irgendwie dazu, dass ich abends gerne meinen PC auslasse – aber nicht, weil ich keine Lust auf meinen Blog habe, sondern weil ich erschöpft bin von der Arbeit am PC. Manchmal zwickt es im Rücken oder die Augen sind rot durch die Bildschirm – und Lesearbeit. Man sollte diese Arbeit wirklich nicht unterschätzen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich quasi noch in der Anfangszeit stecke und ich mich noch an den Alltag gewöhnen muss. Dennoch bin ich abends auch froh, nicht auf einem Stuhl zu sitzen und auf einen Bildschirm zu starren. Auch mein Handy wird aktuell irgendwie zur Nebensache.

Dennoch fehlt mir meine Blog-Arbeit total. Ich hab noch so viele Ideen. Leider habe ich manchmal das Gefühl, dass meine Kreativität für den Blog etwas verloren geht durch die Arbeit – eben weil ich dort sehr kreativ in der Textproduktion sein muss. Leider habe ich im Moment auch so wenig Zeit für Outfitbilder.
Ich denke, es ist eine große Kunst, Arbeit und Hobby miteinander in Einklang zu bringen. Ich habe ja nicht nur meinen Blog als Hobby (oder vielleicht auch ein bisschen als Beruf?), sondern gehe auch alle zwei Tage ins Fitnessstudio. Das brauche ich auch nach vielen Stunden auf dem Bürostuhl. Dazu kommen noch meine Freunde, auf die ich mich nach einem Arbeitstag manchmal auch sehr freue und natürlich meine Familie.

Ich versuche definitiv gerade, alles unter einen Hut zu bringen und mich zwischen Arbeit und meinem Privatleben inklusive Mann und meinen Hobbys irgendwie zu finden und zu positionieren ;) Manchmal schwierig, aber ich kenne mich – das schaffe ich!

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